Swiss Insights TALK – KI in Unternehmen: Zwischen Effizienz und Kundennutzen

KI verändert die Insights- und Research-Branche rasant. Doch wie sieht die konkrete Umsetzung im Arbeitsalltag tatsächlich aus? Der Event beleuchtet praxisnah, wie KI heute bereits in Schweizer Unternehmen eingesetzt werden und welche Herausforderungen sich in der Adaption in den internen Abläufen stellen.

KI verändert die Insights- und Research-Branche rasant. Doch wie sieht die konkrete Umsetzung im Arbeitsalltag tatsächlich aus? Während Unternehmen in den USA bereits selbstverständlich mit Large Language Models arbeiten, bleibt die Adaption in der Schweiz oft zurückhaltend. Woran liegt das? Fehlen Use Cases, Governance-Strukturen oder schlicht der Mut zur Veränderung?

Der Event beleuchtet praxisnah, wie KI heute bereits in Schweizer Unternehmen eingesetzt werden und welche Herausforderungen sich in der Adaption in den internen Abläufen stellen.

Gemeinsam diskutieren wir, welche Prozesse sich wirklich transformieren lassen, wo Datenschutz und digitale Ethik neue Anforderungen schaffen und wie Unternehmen den Spagat zwischen Effizienzsteigerung und echtem Kundennutzen meistern können.

Das erwartet Sie:

  • Zwischen Anspruch & Wirklichkeit: KI-Transformation in Schweizer Unternehmen
    Eine Studie von DemoSCOPE und der HSLU, Dr. Michael Buess
  • KI als Effizienzhebel: So nutzt AWS KI intern
    Andre Stoll, Sr. Solutions Architect Amazon Web Services
  • CRM wird agentisch: Wenn das Gegenüber mit KI automatisiert
    Christian Braun, BSI Business Systems Integration AG,
  • Schweizer Unternehmen und KI: Evolution oder Revolution?
    Alessandro Bee, UBS und Dr. Michael Schrackmann, Intervista
  • Eine Podiumsdiskussion für einen lebendigen Austausch, die zentrale Fragen zum Einsatz von KI in Unternehmen beleuchtet und unterschiedliche Perspektiven zu Effizienz, Kundennutzen, Governance und Responsible AI zusammenbringt.
    Moderation: Dr. Larissa Hugentobler, GIM Suisse AG

Datum: 5. November 2026
Türöffnung: 16.00
Event: 16.30 – 18.30 Uhr, anschliessend Networking Apéro Riche

Kosten
Swiss Insights Einzelmitglieder kostenlos
Nicht Mitglieder CHF 40

Anmeldung bis 29. Oktober 2026 unter diesem Anmeldelink

Mehr Informationen: Flyer SWISS INSIGHTS TALK 2026

Eventpartner

 

Moderations- und Networkingpartner

Swiss Insights TALK – Messung der Customer Experience: Aktuelle Entwicklungen

Die Messung der Customer Experience ist im Wandel: Ist der NPS noch die richtige Kennzahl? Wie lassen sich Relationship und Transactional Surveys optimal verbinden? Wie kann man Prozessdaten einbinden?
Gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen NPS und Markterfolg? Welche Zahlen zählen für den Markterfolg – und welche sind überholt?

Am 10. Juni 2026 lädt Swiss Insights zum dritten Swiss Insights TALK ein. Im Fokus stehen aktuelle Ansätze der Customer Experience Messung – von der kritischen Einordnung des NPS bis hin zu neuen, wirkungsrelevanten KPIs. Erfahren Sie, wie Relationship- und Transactional Surveys sinnvoll kombiniert werden können, welche Rolle Prozessdaten spielen und welche Kennzahlen heute wirklich zählen. Freuen Sie sich auf praxisnahe Einblicke, eine hochkarätige Podiumsdiskussion und den Austausch mit Expert:innen aus der Branche:

  • Making NPS Actionable – What drives NPS at Hilti?
    Karol Zyskowski, Head of Brand and Customer Insights, Hilti AG
  • Näher dran an Fernreisenden – Wie aus zwei Fragen detaillierte Insights entstehen
    Anina Gächter, Technische Projektleiterin, intervista AG und Lia Batschelet, Projektleiterin International, SBB AG
  • CX live: Micro-Surveys – Was leisten Micro-Surveys bei der CX-Messung?
    Raúl Fuertes, Business Development Director, Demo SCOPE AG – Part of the Norstat group
  • Feedbackverhalten CX – Warum Menschen ihre Customer Experience teilen – oder eben nicht
    Dr. Larissa Hugentobler, Research Manager, GIM Suisse AG
    Sibylle Oetiker, Senior Research Manager, GIM Suisse AG

Detailprogramm mit Referatsinhalt: Programm Swiss Insights TALK Customer Experience

 

Datum: 10. Juni 2026
Türöffnung: 16.00
Event: 16.30 – 18.30 Uhr
Anschliessend: Networking Apéro Riche

Kosten
Swiss Insights Einzelmitglieder kostenlos
Nicht Mitglieder CHF 40

Anmeldung bis 3. Juni 2026 unter diesem Anmeldelink

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Swiss Insights TALK – Potenziale & Herausforderungen von Open Data in der KI-gestützten Marktforschung

Wie ermöglichen Verwaltungsdaten, Linked Open Data und KI neue Einsichten und Geschäftsmodelle?

Am 30. Oktober 2025 fand in Zürich ein weiterer spannender Swiss Insights TALK statt. Die zahlreichen Teilnehmenden setzten sich intensiv mit Impulsen, Diskussionen und konkreten Anwendungen rund um offene Verwaltungsdaten, KI‑Technologien und Marktforschung auseinander.

In vier Referaten wurden folgende Themen beleuchtet

Von OGD zum konkreten Nutzen: Wie verwaltet der öffentliche Sektor Daten, wie werden sie bereitgestellt und welchen wirtschaftlichen Nutzen lässt sich daraus generieren? (Impuls von Samuel Schütz, Bundesamt für Statistik, BFS)

Wenn offene Daten sprechen lernen: Der Einsatz von Linked Open Data (LOD) am Beispiel des Chatbots MeLODy zeigte Rolf Schenker von Statistik Stadt Zürich, wie semantisch verknüpfte Daten eine KI‑Anwendung ermöglichen.

Von Open Data zum Kundenkontakt: In einem Use‑Cases, zeigten Christoph Bräunlich, BSI und Samuel Schütz, BFS, wie AI‑Agents offene Daten mit internen CRM‑Systemen verbinden und so neue Business‑Modelle ermöglichen.

Heisse Eisen, offene Daten: Lukas Golder und Dr. Tobias Keller von gfs.bern zeiten mit Blick auf politische Abstimmungs‑ und Wahlforschung (z. B. durch gfs.bern), wo offene Daten genutzt und auch publiziert werden, und welche ethischen, rechtlichen und methodischen Herausforderungen damit verbunden sind.

Was steckt dahinter?

OGD bezeichnet die strukturierte, frei verfügbare Bereitstellung von Verwaltungsdaten. Dabei spielen technische Qualität (maschinenlesbar, standardisiert, offen lizenziert) sowie der einfache Zugang eine zentrale Rolle.

Daraus resultiert ein konkreter Nutzen

Mehr Klarheit durch Verknüpfung: Statt generischer Begriffe wie z.B. «Einwohner Zürich» werden eindeutige Konzepte eingesetzt.

  1. KI‑Anwendung wie MeLODy zeigen, wie Daten korrekt interpretiert, Quellen angegeben und Antworten präzise geliefert werden können.
  2. OGD wie z.B. OpenData.swiss erleichtern die Arbeit und ermöglichen präzisere Hochrechnungen, gleichzeitig steigt aber auch die Abhängigkeit und der Wettbewerbsdruck erhöht sich.
  3. Kombination von CRM, offenen Daten und AI‑Agents schafft skalierbare Geschäftsmodelle: externe Daten reichern interne Kundendaten an und ermöglichen personalisierten Dialog.

Chancen

  • Automatisierte Datenverarbeitung: Offene, gut strukturierte Daten reduzieren Aufwand und erhöhen Geschwindigkeit.
  • Zusätzliche Datenpunkte = mehr Genauigkeit: Durch die Einbeziehung externer Verwaltungsdaten lassen sich neue Erkenntnisse gewinnen.
  • Innovation durch Verknüpfung: LOD und KI eröffnen neue Wege, Daten für Marktforschung und Business‑Modelle zu nutzen.

Auf Folgendes sollte man achten

  • Abhängigkeit von einzelnen Datenquellen
  • Gefahr einer Monopolisierung trotz «Offenheit»
  • Fehler in Daten führen zu systematischen Folgefehlern
  • Ethische/ rechtliche Aspekte

Fazit

Die Veranstaltung zeigte eindrücklich, dass offene Verwaltungsdaten nicht nur „nice to have“ sind, sondern ein zentraler Treiber für datenbasierte Innovation sein können, vorausgesetzt, sie sind technisch, rechtlich und organisatorisch gut eingebettet.

Wir danken Referierenden Samuel Schütz, Rolf Schenker, Christoph Bräunlich, Lukas Golder und Dr. Tobias Keller für die lebendige Diskussion und den Austausch sowie Irina Brandenberger für die professionelle Moderation.

Danke an die Eventpartner

Ein herzlicher Dank geht an unsere Eventpartner. Sie leisten nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Durchführung, sondern ermöglichen es auch, neue Themen aufzugreifen, aktuelle Entwicklungen zu reflektieren und gemeinsam den Blick über den Tellerrand hinaus zu richten.

gfs.bern, Bilendi, GIM Suisse AG, intervista ag Demoscope und smartinterviews

Präsentationen

  • Von OGD zum konkreten Nutzen: Wie die Verwaltung Daten öffnet und Innovation ermöglicht
    Samuel Schütz
    (Download Präsentation)
  • Wenn offene Daten sprechen lernen: Wie Linked Open Data den Chatbot MeLODy der Stadt Zürich ermöglicht
    Rolf Schenker
    (Download Präsentation)
  • Von Open Data zum Kundenkontakt: Wie öffentliche Daten und AI-Agents neue Business Cases ermöglichen
    Christoph Bräunlich, Samuel Schütz
    (Download Präsentation)
  • Heisse Eisen, offene Daten: Open Data in hitzigen Abstimmungsdebatten
    Lukas Golder, Dr. Tobias Keller
    (Download Präsentation)

Swiss Insights TALK – KI als Alternative zu menschlichen Probanden

Endlich! KI und Silicon Samples ersetzen in der Marktforschung weitgehend menschliche Probanden und den damit verbundenen Aufwand. Der letzte Schritt in der digitalen Transformation ist geschafft – 30 Jahre nach dem Aufkommen der Online-Forschung, der letzten grossen Disruption in unserer Branche.
Ist dieses Szenario nur ein Hype? Oder eine echte Chance?

Silicon Samples & KI in der Marktforschung: Hype oder echte Revolution?

Braucht die Marktforschung überhaupt noch menschliche Proband:innen? Oder liefern KI-Modelle längst bessere, schnellere und günstigere Daten?

Am Swiss Insights TALK 2025 wurde diese Frage aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet – wissenschaftlich, technologisch und praxisnah. Die klare Erkenntnis: Die besten Resultate entstehen, wenn sich Mensch und KI ergänzen. Nicht entweder-oder – sondern hybrid und verantwortungsvoll.

KI als Teammitglied – nicht als Ersatz
Prof. Dr. Steffen Mueller (ZHAW) zeigte, dass KI den Research-Prozess unterstützen, strukturieren und beschleunigen kann – vor allem in der Vorbereitung, Analyse und Interpretation. Doch sie ersetzt keine fundierte wissenschaftliche Methodik und auch keine menschliche Urteilskraft.

Predictive Eye Tracking – ein Blick in die Zukunft?
Sibylle Oetiker (GIM Suisse) demonstrierte am Beispiel von Predictive Eye Tracking, wie KI Blickverläufe simulieren kann – ohne echte Testpersonen. Das spart Kosten und Zeit. Doch die Methode hat klare Grenzen: Ohne Kontext und ohne realitätsnahe Szenarien kann die Prognose in die Irre führen.

Silicon Samples – synthetische Daten auf dem Prüfstand
In einer länderübergreifenden Vergleichsstudie untersuchten Jan Eubel und Christoph Bräunlich (BSI) zusammen mit Prof. Dr. Steffen Mueller, wie gut Silicon Samples reale Proband:innen abbilden. Das Ergebnis: Sie können als Unterstützung im Prozess oder als Grundlage für tiefergehende Analysen eingesetzt werden, sind aber (noch) kein Ersatz.

Digital Twins of Customers – Der Unterschied zwischen Spielerei und echtem
Impact

Anne Scherer (Delta Labs) machte klar: Digitale Zwillinge liefen wertvolle Insights – aber nur, wenn sie richtig aufgebaut und trainiert sind. Dazu muss Methodik, Datenbasis und Anwendung sorgfältig gewählt werden.

Fazit:
KI wird die Marktforschung verändern. Die Frage ist nicht ob, sondern wie. Der Swiss Insights TALK 2025 zeigte: Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Mensch und LLM (Large Language Model) zusammenarbeiten. Nicht entweder-oder – sondern sowohl-als-auch.

Vielen Dank Prof. Dr. Steffen Mueller, Sibylle Oetiker, Jan Eubel, Christoph Bräunlich und Anne Scherer für die inspirierenden Referate bzw. Inputs sowie Irina Brandenberger für die hervorragende Moderation.

Danke an die Eventpartner

Ein grosses Dankeschön geht an unsere Eventpartner BSI, GIM Suisse AG und die TX Group sowie an alle Teilnehmenden!

Präsentationen

  • KI in der Marktforschung: Framework und aktuelle Ergebnisse aus der Wissenschaft
    Prof. Dr. Steffen Mueller
    (Download Präsentation)
  • Predictive Eye Tracking: Zwischen Potenzial und Grenzen
    Sibylle Oetiker
    (Download Präsentation)
  • Silicon Samples – Erste Gehversuche: ein Vergleich mit realen Probanden in drei Ländern
    Jan Eubel, Christoph Bräunlich, Prof. Dr. Steffen Mueller
    (Download Präsentation)
  • Not if, but how – Der Unterschied zwischen Spielerei und echtem Impact von Digital Twins of Customers
    Anne Scherer
    (Download Präsentation)

Swiss Insights TALK – Potenziale und Herausforderungen von Open Data in der KI-gestützten Marktforschung

Der öffentliche Sektor stellt eine Fülle an Daten zur Verfügung – doch wie lassen sich diese effizient und ethisch korrekt für die Marktforschung nutzen? Welche Potenziale eröffnen Open Data und wie steht es um die Einsatzmöglichkeiten im Markt?

Experten aus Wissenschaft und Industrie diskutieren, wie öffentliche Daten und KI-Instrumente für eine datengestützte Entscheidungsfindung nutzbar gemacht werden können und welche Herausforderungen dabei auftreten – von Datenschutz über Nutzerakzeptanz bis hin zur konformen Umsetzung.

Am 30. Oktober 2025 rückt Swiss Insights das Thema Open Data in den Fokus: Der öffentliche Sektor stellt eine stetig wachsende Menge an Daten zur Verfügung – maschinenlesbar, standardisiert und oft frei zugänglich. Doch wie lassen sich diese Daten sinnvoll für die Marktforschung nutzen? Welche ethischen, rechtlichen und praktischen Aspekte sind dabei zu beachten? Und wo entstehen echte geschäftliche Mehrwerte?

Die Veranstaltung zeigt auf, wie Open Data zum Treiber für datenbasierte Innovation werden kann – von der strategischen Analyse bis hin zum personalisierten Kundendialog. Expert:innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Forschung beleuchten das Zusammenspiel von offenen Daten, KI-Technologien und Marktforschung und diskutieren, wie daraus neue Anwendungen und Geschäftsmodelle entstehen.

Freuen Sie sich auf inspirierende Impulse, praxisnahe Einblicke und den Austausch mit Fachkolleg:innen zu einem Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt – für Institute, Auftraggeber:innen und die öffentliche Hand.

 

Referate:

  • Von OGD zum konkreten Nutzen: Wie die Verwaltung Daten öffnet und Innovation ermöglicht
    Samuel Schütz, Strategieberater Direktion, Bundesamt für Statistik (BFS)
  • Wenn offene Daten sprechen lernen: Wie Linked Open Data den Chatbot MeLODy der Stadt Zürich ermöglicht
    Rolf Schenker, Co-Projektleiter Linked Data, Statistik Stadt Zürich
  • Von Open Data zum Kundenkontakt: Wie öffentliche Daten und AI-Agents neue Business Cases ermöglichen
    Christoph Bräunlich, Head of AI, BSI zusammen mit Samuel Schütz, Strategieberater Direktion, Bundesamt für Statistik (BFS)
  • Heisse Eisen, offene Daten: Open Data in hitzigen Abstimmungsdebatten
    Lukas Golder, Co-Leiter, gfs.bern
    Tobias Keller, Projektleiter und Mitglied der Geschäftsleitung, gfs.bern

zu den Detailinfos: Flyer SI TALK OGD

Datum 30. Oktober 2025
Türöffnung: 16.00
Event: 16.30 – 18.30 Uhr
Anschliessend: Networking Apéro Riche

Kosten
Swiss Insights Einzelmitglieder kostenlos
Nicht Mitglieder CHF 40

Anmeldung bis 23. Oktober 2025 unter diesem Anmeldelink

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Swiss Insights TALK – AI in Qualitative Research

Mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (AI) können personalintensive Arbeitsschritte im qualitativen Marktforschungsprozess wie die Textanalyse (teil) automatisiert werden, immer mit Vor- und Nachteilen, die gut abgewogen werden müssen.

Dass das Thema AI bewegt, wissen wir alle. “AI in Qualitative Research” ist in der Insights Branche ein besonders interessantes Thema. AI kann nervenaufreibende Routinearbeiten übernehmen und uns damit das Leben erleichtern. Doch wo sind ihre Grenzen? Und wie finden wir das geeignete Tool für unsere Fragestellung oder unser Business? Macht AI Qualitative Forschung wirklich skalierbar? Und braucht es denn uns Menschen noch?

Die Referent:innen haben das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Wir haben folgende Erkenntnisse mitgenommen…

Strukturierter Implementierungsprozess
Ein klar definierter Test- und Feedbackprozess ist notwendig, um die Wirksamkeit von AI-Tools sicherzustellen und eine nachhaltige Integration zu gewährleisten.

Anwendung in der Marktforschung
Generative KI kann kontextuelle Unterstützung und explorative Analysen bieten, ist aber eine Ergänzung zur klassischen Forschung und ersetzt sie nicht. Sie eignet sich für “Quali-Light” Studien oder zur Anreicherung offener quantitativer Fragestellungen, aber kaum für eine gehaltvolle Qualistudien.

Unverzichtbare Rolle des Menschen
AI kann menschliche Intelligenz nicht ersetzen, aber als “Teammitglied” den Arbeitsaufwand reduzieren und die Effizienz steigern.

Grenzen und Kosten der KI-Nutzung
Die Toolkosten für Synthetische User sind niedrig, jedoch erfordert eine sorgfältige Anwendung viel Zeit. Zudem liefern die Tools oft generische Ergebnisse und eignen sich deshalb besser für allgemeine Fragestellungen als für spezifische Kundenbedürfnisse.

Vielen Dank Dr. Stefan Oglesby (data IQ AG), Raúl Fuertes (Bilendi & Respondi), Laurence Minisini (Givaudan), Beat Fischer (intervista ag), Nina Burger (GIM Suisse AG), Lukas Schönenberger (PostFinance AG) und Stefanie Jermann (insight institute) für die inspirierenden Referate bzw. Inputs sowie Irina Brandenberger für die hervorragende Moderation.

Danke an die Eventpartner

Ein grosses Dankeschön geht an unsere Eventpartner Bilendi & Respondi, GIM Suisse AG, intervista AG  und insight institute sowie an alle Teilnehmenden!

Präsentationen

  • Grundlagen und Herausforderungen der generativen KI für die qualitative Marktforschung
    Dr. Stefan Oglesby
    (Download Präsentation)
  • AI Enhanced MR – a perfect team: How good are conversational agents for online qualitative research?
    Raúl Fuertes und Laurence Minisini
    (Download Präsentation)
  • Probieren mit studieren: Wie können wir KI-Anwendungen effizient evaluieren?
    Beat Fischer und Dr. Isabella Bertschi
    (Download Präsentation)
  • Synthetic User vs. echte Befragte: Wie gut lassen sich qualitative Forschungsfragen mit virtuellen Personas beantworten?
    Nina Burger und Lukas Schönenberger
    (Download Präsentation)

Swiss Insights C-Level TALK – Digitalethik – Zerstörerische versus integrative Kraft von KI

Swiss Insights schafft in der Schweiz Awareness für das Thema Digitalethik, insbesondere in Bezug auf KI. Wie schaffen wir es, das kreative, aber auch disruptive Potenzial der neuen Technologien in ein Gleichgewicht zu bringen? Wie
können die neuen KI-Anwendungen in unsere Gesellschaft integriert werden? Was sind dabei die ethischen Herausforderungen?

Swiss Insights hat am 26. August 2024 zum zweiten Mal den C-Level TALK zum Thema Digitalethik durchgeführt. Swiss Insights Präsident Stefan Langenauer weist darauf hin, dass mit diesem Format bewusst das C-Level angesprochen wird, weil die Data Scientists die Unterstützung ihrer Vorgesetzten brauchen, um sich im Alltag mit digitalethischen Fragen auseinandersetzen zu können. Diese Auseinandersetzung kostet, ist aber eine Investition in ein rasant wachsendes Geschäftsfeld.

Auch dieses Geschäftsfeld wird vom Gesetzgeber reguliert. Wenn sich die Anbieter seriös mit den ethischen Fragestellungen darin auseinandersetzen und sich selber ein Framework geben, wird die Regulierung weniger strikt sein als bei Wildwestmethoden; die Regulierung wird dann die notwendigen Spielräume lassen, so dass Innovation entstehen kann.

Stefan Langenauer gratuliert BSI und der Schweizerischen Post, dass sie sich einen Codex gegeben haben und nun Träger des Data Fairness Labels sind.

Jean-Daniel Strub, ethix – Lab für Innovationstechnik, gibt uns in seinem Referat ethische Gedankenanstösse zum Mehrwert von KI auch in sensiblen Bereichen und erklärt, weshalb sich der Konsens etabliert hat, dass digitale Technologien ergänzend zu menschlicher Präsenz sinnvoll, ein vollständig ersetzender Einsatz jedoch zu vermeiden ist. Er erwähnt unter anderem folgende Punkte für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI aus ethischer Sicht:

  1. Differenzierter Blick auf Risiken und Chancen
  2. Transparenz und Verständlichkeit («Black Box»-Problematik, Potenzielle Fehleranfälligkeit von KI, Lösungsansatz: «Human in the Loop» oder «Human on the Loop»)
  3. Menschlichkeit und Empathie: Nicht nur «Ersatz» des Menschen, sondern v.a. Verlust an Kompetenzen und Fertigkeiten
  4. Diskriminierung und Biases (Verzerrungen) in den Algorithmen (Achtsamkeit zwingend auf Qualität der Trainingsdaten, Erfordernis der Transparenz)
  5. Normierung und Normalisierung
  6. Zugang zur Technologie: Vermeiden von KI-Zwei-Klassen-Gesellschaft

Christof Bühler, Supercomputing Systems AG, zeigte uns eindrücklich anhand seines Fallbeispiels, warum der Güterzug im Gotthardtunnel trotz KI entgleiste. Zusammenfassend hält er fest: KI ist nicht intelligent… aber nützlich! Erfolgreiche KI-Projekte erfordern:

  1. Klare Anwendungsfälle mit Zusatznutzen
  2. Hochwertige & grosse Datenbestände
  3. Ethische Freigabeverfahren
  4. Einbezug der Stakeholder

und eine realistische Erwartungshaltung – es dauert nämlich oft länger als erwartet!

Christina Meyer, Die Schweizerische Post, erklärt, wie man dank Skills und Einbezug die Angst vor
KI & Co. nimmt und so zu fairen Lösungen kommt. Sie erklärt, was die Post unternimmt, um die
Akzeptanz und den kompetenten Umgang der Mitarbeitenden mit den neuen Technologien
zu fördern:

  1. Man muss sich Zeit nehmen, für Learnings & Initiativen
  2. Man muss überhaupt wissen, dass diese Learnings existieren & wo ich man sie findet
  3. Vorgesetzte müssen überzeugt sein und die Mitarbeitenden motivieren
  4. Und was gestern galt, ist heute vielleicht schon wieder ein bisschen anders…

Chris Rusche, BSI, setzt sich mit dem Thema auseinander, warum KI im
Kundendialog sinnvoll ist und weshalb Kundenkommunikation eine Chance und keine Bürde ist.
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz kann bei der Kommunikation mit dem Kunden einen
deutlichen Mehrwert liefern und sogar die persönliche Interaktion aufwerten.

Dr. André Dinter, Digital Learning Hub Sek II, erläutert die Herausforderungen, vor denen die Schulen aufgrund des Einsatzes von KI stehen. Er stellt sich folgenden Fragen:

  1. Wie kann ethisch verantwortliches Handeln in der Schule vermittelt werden?
  2. Ist die vertiefte Auseinandersetzung mit Lerninhalten etwas Gestriges?
  3. Ist interaktives Lernen mit Menschen im Klassenverband immer noch lernförderlich?
  4. Müssen Leistungserhebungen mit oder ohne KI neu gedacht werden?

Klar ist: Die Disruption ist auf allen Ebenen angekommen: Analoges und Digitales wachsen zusammen.

Fazit aus Sicht der Referierenden:
🔑 Es braucht den Zugang zu KI auf allen Ebenen
🔑 Es braucht eine öffentliche Debatte, die sich mit ethischen Aspekten auseinandersetzt
🔑 KI soll (auch in Schulen) als Hilfsmittel zur Zielerreichung genutzt werden können
🔑 Anwender sollen wissen, wie KI eingesetzt und wie damit umgegangen werden kann
🔑 es wäre gut, wenn KI gesetzlich Open Source gemacht würde

Vielen Dank Jean-Daniel Strub, Christof Bühler, Christina Meyer, Chris Rusche und Dr. André Dinter für die inspirierenden Referate sowie Charlotte Malz für die hervorragende Moderation.

Danke an die Eventpartner

Ein grosses Dankeschön geht an unsere Eventpartner BSI und Die Schweizerische Post und an alle Teilnehmenden!

Präsentationen

Die freigegebenen Präsentationen werden in Kürze aufgeschaltet:

  • Mit uns, nicht statt uns
    Ethische Gedankenanstösse zum Mehrwert von KI auch in sensiblen Bereichen
    – Jean-Daniel Strub
    (Download Präsentation)
  • KI ist nicht intelligent… aber nützlich! – Christof Bühler
    (Download Präsentation)
  • Angst nehmen vor KI & Co. – Christina Meyer
    (Download Präsentation)
  • Von, trotz, ohne KI lernen? – Dr. André Dinter
    (Download Präsentation folgt in Kürze)

Swiss Insights TALK – Insights generieren mit AI: Möglichkeiten und Grenzen

Es ist schlicht faszinierend, in welcher Breite AI-Technologien heute eingesetzt werden, um Wege zu einer gezielteren Kundenansprache zu finden oder um die Wertschöpfung zu erhöhen, indem manuelle Prozesse durch Automatisierung abgelöst werden unter Beibehaltung von hohen Qualitätsansprüchen.

Die Fallstricke, die dabei lauern, wurden von den Referenten nicht verschwiegen.

Die abschliessende Podiumsdiskussion mit den Referenten machte es möglich, nachzufassen und den Nutzen für den persönlichen Arbeitsalltag zu maximieren. Und wer noch mehr ins Detail gehen wollte, hatte beim Apéro riche noch viel Gelegenheit dazu.

Am ausverkauften Swiss Insights Talk zum Thema «#Insights generieren mit #AI: Möglichkeiten und Grenzen» haben wir gelernt, dass…

💡Migros dank eines komplexen Recommender Systems rund 2 Mio. personalisierte Recommends ausspielen kann, das Instandhalten eines solchen Systems aber anspruchsvoll ist
💡  Die Bodennutzung und -bedeckung mit Millionen von Stichprobenpunkten mithilfe von AI ausgewertet wird, was bei hoher Qualität eine grosse Zeitersparnis ist
💡 die automatisierte Klassifizierung offener Kommentare bei klassischen Marktforschungsstudien eine grosse Zeitersparnis ist. Dass sich aber nicht alle Themenbereiche für eine Automatisierung gleich gut eignen
💡 «Silicon Samples» für Pretests oder zur Stimuli-Generierung durchaus ihre Berechtigung haben, es für Hauptstudien aber sehr wohl kritische Punkte gibt.

Fazit
🔑 KI bildet eine Hilfe bei repetitiven Aufgaben
🔑 KI ist in der Praxis ressourcenintensiv
🔑 Der Mensch muss ein zentrales Element in diesem Prozess bleiben, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Vielen Dank Sven Kohler (Migros-Genossenschafts-Bund), Gillian Milani (Bundesamt für Statistik BFS), Maurice Gonzenbach (Caplena), Simon Bühler (Swisscom) und Steffen Mueller (ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) für die inspirierenden Referate sowie Irina Brandenberger für die hervorragende Moderation.

Danke an die Eventpartner

Ein grosses Dankeschön geht an unsere Eventpartner Caplena, GIM Suisse AG, intervista AG , Marketagent.com Schweiz AG und TX Group AG und an alle Teilnehmenden!

Präsentationen

Die freigegebenen Präsentationen werden in Kürze aufgeschaltet:

  • ML für personalisiertes Einkaufserlebnis – Sven Kohler
    (Präsentation nicht verfügbar)
  • Arealstatistik Deep Learning: Zuverlässigkeit & Anwendbarkeit – Gillian Milani
    (Download Präsentation)
  • Quantifizierung offener Nennungen durch LLMs – Maurice Gonzenbach und Simon Bühler
    (Präsentation auf Anfrage)
  • Können LLMs Probanden ersetzen? – Prof. Dr. Steffen Mueller
    (Download Präsentation)